JUSO Obwalden nimmt Stellung zu den kantonalen Wahlen 2026 und fasst Parolen zu den nationalen Abstimmungen

14.02.2026

Am Abend des 13. Februar trafen sich die Jungsozialist*innen zur Jahresversammlung im Schlosshof in Alpnach. Sie wurden von einem vollen Programm erwartet. Haupttraktandum waren die kantonalen Wahlen, denen die JUSO Obwalden kritisch gegenüber steht. Zudem wurde der gesamte Vorstand wiedergewählt.

Die Jungpartei positioniert sich zu den kommenden kantonalen Wahlen und den nationalen Abstimmung am 08. März.

Feierlich eröffnete das Präsidium die Jahresversammlung. Präsident*in Kilian Teubner wendet sich an die Versammlung: “Heute blicken wir auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Wir konnten dank eurer Hilfe vieles im Kanton bewegen. Wir schafften es, auf die aktuelle kritische Wohnsituation aufmerksam zu machen, die Vermögensungleichheit aufzuzeigen, sowie in der kleinsten Gemeinde bei den Gemeinderatswahlen aufmischen. ”

Nach einem lokalen Jahresrückblick und der Verabschiedung des Budgets, sowie der Jahresrechnung, leitete die Co-Redaktionsleiterin des Infrarot, Larissa Küng, einen Informationsinput über das eben genannte Magazin der JUSO Schweiz. Sie zeigte die Geschichte des Infrarots auf und erläuterte, wie die Redaktionsleitung des Infrarots arbeitet.

Nach einer kurzen Pause ging es weiter mit den kantonalen Wahlen. Nach einem kurzen Input zu den Regierungsratswahlen findet Vorstandsmitglied Anna Portmann klare Worte: “Die einzige Option, welche ich mit Bauchschmerzen sehe, ist, bei dieser Männerdominanz im Regierungsrat eine Frau zu wählen. Hier ist Cornelia Kaufmann-Hurschler die Frau, die am nächsten bei unseren Positionen liegt.” Diese Position teilte die Versammlung einstimmig. Weiter ging es mit einem Input zur Ausgangslage der Kantonsratswahlen. Dabei erkannte die Versammlung schnell, dass diese noch schlimmer war, als bei den Regierungsratswahlen. Vorstandsmitglied Tim Joller kam folgendem Schluss: “Unser oberstes Ziel sollte es sein, Junge Kandidat*innen auf SP-Listen, oder wo es sie nicht gibt, CSP Kandidat*innen zu unterstützen.” Auf Basis dieses Votums kam die Versammlung zum Schluss, dass die Wahlempfehlung der JUSO in allen Gemeinden wie folgt aussieht: In Sarnen, Kerns und Sachseln soll die SP-Liste nur Kantidat*innen mit Jahrgang 1991 und jünger doppelt gewählt werden. In Giswil soll die SP-Liste mit nur zweimal Christina Niederberger gewählt werden. In Alpnach soll auf die leere Liste ohne Listentitel mit zweimal Jan Gasser gewählt werden. Zum Schluss soll in Lungern und Engelberg die leere Liste eingeworfen werden. Alle anderen Optionen sahen Jungsozialist*innen als nicht übereinstimmend mit ihren Positionen.

Anschliessend ging es um die nationalen Abstimmungen vom 08. März. Die Versammlung beschloss ein Ja zum Gegenvorschlag der “Bargeldinitative”, denn Bargeld soll weiterhin Technologie unabhängig zur Verfügung stehen, jedoch ist der Gegenvorschlag des Bundes angepasster an den aktuellen Status Quo. Die Anti-SRG-Initiative der SVP greift erneut den öffentlichen Dienst und die Demokratie an und versucht, die Bourgeoisie im Kräfteverhältnis zwischen den sozialen Klassen zu stärken. Tatsächlich zielen die Projekte der SVP nur darauf ab, den Schweizer Arbeitgebern und ihren politischen und wirtschaftlichen Interessen zu dienen. Die Versammlung sagt darum geschlossen Nein zur demokratiefeindlichen Anti-SRG-Initiative! Die Klimafonds-Initiative ist ein wichtiger Schritt in Richtung Klimaneutralität. Die Schweiz erlebt heute schon eine durchschnittliche Erwärmung von 2.9°. Es ist jetzt Zeit zum Handeln. Die Jungsozialist*innen sagen deswegen am 08. März Ja zur Klimafonds-Initiative. Als letztes wurde die Individualbesteuerung diskutiert. Hier wurde klar, dass das heutige Modell alle benachteiligt, die in einem gemeinsamen Haushalt mehrere Einkommen haben. Wer zusätzlich arbeitet, wird oft mit deutlich höheren Steuern bestraft – ein Überbleibsel eines völlig veralteten Familienbilds. Deshalb ein klares Ja zur Individualbesteuerung aller!

Zum Schluss beschloss die Versammlung Kilian Teubner (Alpnach) erneut in das Amt der Kantonalpräsident*in zu wählen. Ebenfalls wurden die Vorstandsmitglieder Anna Portmann (Alpnach) und Tim Joller (Sarnen) wiedergewählt. “Wir konnten im vergangenen Jahr unglaublich viel Tolles leisten, es freut uns, dass wir das Vertrauen bekommen haben, diese Arbeit fortzuführen”, meinte Kilian Teubner und bedankte sich im Namen des Vorstands für die einstimmige Wiederwahl.